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Praxis für Logopädie Claudia Schmitt Hilpoltstein
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Fachbegriffe

addental:
an den Zähnen z. B. wenn die Zunge bei der /s/ Bildung zu weit vor an die Zähne geht
Agnosie:  die Unfähigkeit bestimmte Reize der Umwelt wahrzunehmen, trotz intakter  Sinnesorgane; es kann das Hören, Sehen sowie Fühlen betreffen und  entsteht durch ein Schädelhirntrauma nach Stürzen oder anderen Unfällen,  bei dem der untere Schläfenlappen des Hirns geschädigt wurde
Agrammatismus:  (Huber, Poeck, Springer 1991) "Telegrammstilartige Redeweise mit  Vereinfachung von Satzstrukturen; meist Weglassen von Artikeln,  Fürwörtern und Endungen an Tätigkeits- und Hauptwörtern" nach  Schlaganfall oder bei schweren kindlichen  Sprachentwicklungsverzögerungen, -behinderungen
Akinese:  Bewegungslosigkeit des Körpers aufgrund einer neurologischen Erkrankung  oder Verletzung des extrapyramidalen Systems (s. extrapyramidales  System)
Amnesie: Gedächtnisstörung nach Schlaganfall oder Schädelhirntrauma am linken Schläfenlappen des Schädels
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS):  fortschreitende Erkrankung des motorischen Nervensystems durch die  Funktionsstörung des ersten und zweiten Motoneurons (s. Motoneuron),  führt zu Schrumpfung und Schwächung der gesamten Muskulatur und zur  Schluckstörung
Aneurysma (en): (gr. Aneurysma: Erweiterung)
 Angeborene sackartige Ausstülpung einer arteriellen Gefäßwand; kann  sich bei Stürzen wie z. B. Bungee-Jumping oder Autounfällen lösen und  als Pfropfen ein Gefäß im Körper verschließen, so daß es zu einem  Schlafanfall kommen kann.
Ansatzrohr: (auch: Vokaltrakt) bezeichnet alle lufthaltigen Räume über dem Kehlkopf, die für die Klang- und Lautbildung zuständig sind
Aphasie:  zentrale Sprachstörung nach einer erworbenen Hirnschädigung; betroffen  sind die Leistungen Lesen, Schreiben, Sprache (Wortfindung, Satzbau,  Lautbildung) und Verstehen von Sprache
aphon:  (lt. ohne Ton) bezeichnet das komplette Nichtvorhandensein der Stimme  und entsteht durch eine Unfähigkeit der Stimmlippenschwingung im  Kehlkopf z. B. nach Kehlkopfentzündungen (Laryngitiden)
Apraxie:    Störung bei der Planung von Handlungen, wodurch Bewegungsmuster und  der Gebrauch von Gegenständen eingeschränkt ist; tritt vorwiegend nach  Schlaganfall auf
Artikulation: alle  ablaufenden Bewegungen im Mund-, Nasen- und Rachenraum, die Laute  hervorbringen; eine "eingeschränkte Artikulation" bedeutet, daß jemand  zu undeutlich spricht
Aspiration: Einsaugen von Flüssigkeiten oder Nahrung in die Lunge z. B. bei einer Schluckstörung (s. auch Dysphagie) nach Schlaganfall
Azidose: Übersäuerung des Magens oder des Körpers
benigne: gutartig z. B. benigne Tumoren
Broca-Sprachzentrum:  ein Gebiet in der Hirnrinde, in dem ein Teil des Sprachzentrums liegt,  benannt nach dem französischen Arzt Paul Broca; bei einem Schlaganfall  ist das Versorgungsgebiet der Arteria praecentralis (ein Ast der  mittleren Hirnaterie) betroffen. (s. Broca-Aphasie)
Broca-Aphasie:  ist eine Form der Aphasie bei denen die Patienten nach einem  Schlaganfall meist stockend sprechen, mit vielen kurzen, unvollständigen  Sätzen. Die Art des Sprechens erinnert an einen Telegrammstil, weshalb  der Agrammatismus das Leitsymptom dieser Störung ist (s. Agrammatismus)
Bruststimme: Stimme mit vermehrter Resonanz im Brustraum
Bruxismus: vorwiegend nächtliches Zähneknirschen
Buccofaciale Apraxie: Apraxie (s. Apraxie) der Gesichtsmuskulatur
bulbär: das verlängerte Mark zwischen Hirn und Rückenmark betreffend z. B. Bulbärparalyse = Lähmung des verlängerten Marks
Cerumen: Ohrenschmalz
Cochlear-Implant (CI): in den Hörnerven eingesetzte elektronische Hörprothese, die den Hörnerven elektrisch stimuliert
Commotio cerebri: Gehirnerschütterung
Computertomographie (CT): röntgenologische Erstellung von Schichtbildern eines Körperteils
Cortex: Hirnrinde
Chorea Huntington:  (syn. Veitstanz) genetisch bedingte  Erkrankung, die zu  unwillkürlichen, meist wurmartigen Bewegungen führt; später u. a.  Gleichgewichtsprobleme und Schluckstörungen




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Hilpoltstein
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